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Systemische Therapie
Methoden und Techniken

Genogramm:

Ein visuelles Werkzeug, das familiäre Beziehungen und Muster über mehrere Generationen hinweg darstellt. Es hilft, familiäre Dynamiken und Probleme zu erkennen.

Reflexion:

Therapeuten fördern die Reflexion über die eigenen Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen sowie deren Auswirkungen auf das System.

Rollenspiele:

Klienten können in einer sicheren Umgebung verschiedene Rollen einnehmen, um ihre Perspektiven zu verstehen und neue Verhaltensweisen auszuprobieren.

Interventionen:

Systemische Therapeuten können gezielte Interventionen einsetzen, um Veränderungen in den Interaktionen und Beziehungen zu fördern.

Kommunikationsmuster:

Die Therapie untersucht, wie Kommunikation innerhalb des Systems funktioniert und wie sie verbessert werden kann, um Missverständnisse und Konflikte zu reduzieren.

Zentrale Fragetechniken

Zirkuläre Fragen

Erkunden Wechselwirkungen („Was glaubt Ihre Partnerin, wie Ihr Sohn reagiert, wenn…?“)

Hypothetische Fragen

Öffnen Möglichkeitsräume („Angenommen, das Problem wäre gelöst – was wäre anders?“)

Skalierungsfragen

Machen Entwicklungen messbar („Auf einer Skala von 0–10…“)

Perspektivwechsel & Bedeutungsarbeit

Reframing (Umdeutung)

Problemverhalten erhält eine neue, oft ressourcenorientierte Bedeutung.

Externalisierung

Das Problem wird vom Menschen getrennt („Die Angst“ statt „meine Angst“)

Metaphern & Geschichten

Komplexe Dynamiken werden bildhaft erfahrbar

Lösungs‑ und Ressourcenorientierung

Wunderfrage

Fokussiert auf konkrete nächste Schritte statt Ursachenanalyse

Ressourcenarbeit

Aktivierung vorhandener Kompetenzen und Ausnahmen vom Problem

Reflecting Team

Mehrstimmige Rückmeldungen eröffnen neue Sichtweisen

Systemische Methoden sind Werkzeuge zur Bedeutungsverschiebung. Sie verändern nicht Menschen, sondern die Landkarten, mit denen Menschen ihre Wirklichkeit lesen – und genau darin liegt ihre Wirkung.

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