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Burnout

Für das Burnout-Syndrom gibt es keine exakte, verbindliche Definition.

Es lässt sich auch durch Symptome nicht klar eingrenzen, der Verlauf kann sehr individuell ausfallen.

Zu den typischen Kernsymptomen zählen emotionale Erschöpfung, subjektiver Leistungsabfall und eine negative bis aggressive Einstellung zu Mitmenschen, insbesondere zu Kunden, Mitarbeitern und Kollegen.

In fortgeschrittenen Stadien kann ein tiefer Widerwille gegen die Arbeit oder die Arbeitsumstände hinzu kommen.

Das Burnout-Syndrom entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich meist schleichend über Wochen, Monate oder Jahre.

 

Es ist keine klar definierte Krankheit, sondern ein Zustand chronischer Erschöpfung, der aus einem komplexen Zusammenspiel von äußeren Belastungen und inneren Reaktionsmustern entsteht.

Wie entsteht Burnout? – Drei zentrale Ebenen

1. Chronische Überforderung

  • Dauerstress im Beruf oder Privatleben ohne ausreichende Erholungsphasen

  • Hohe Anforderungen bei gleichzeitig geringer Kontrolle oder Anerkennung

  • Ständige Erreichbarkeit, Multitasking, Zeitdruck

2. Innere Antreiber und Persönlichkeitsmuster

  • Perfektionismus („Ich darf keine Fehler machen“)

  • Helfersyndrom („Ich muss für alle da sein“)

  • Schwierigkeiten mit Abgrenzung und Nein‑Sagen

  • Hohe Identifikation mit der Arbeit – bis zur Selbstaufgabe

3. Fehlende Ressourcen und soziale Isolation

  • Mangel an Unterstützung durch Kolleg:innen, Familie oder Führung

  • Fehlende Wertschätzung und Sinnhaftigkeit

  • Rückzug, Entfremdung, emotionale Erschöpfung

Typischer Verlauf (nach Freudenberger & Burisch)

  1. Idealistische Begeisterung

  2. Überengagement

  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

  4. Verdrängung von Konflikten

  5. Verflachung der Emotionen

  6. Rückzug und Zynismus

  7. Innere Leere und Depression

  8. Völlige Erschöpfung („Ausgebranntsein“)

Biologische Aspekte

  • Dysregulation der Stressachse (HPA-Achse) → erhöhte Cortisolwerte

  • Veränderungen in der Gehirnstruktur (z. B. Hippocampusvolumen)

  • Überlappung mit depressiven Symptomen, aber andere Dynamik

Fazit
 
Burnout ist keine Schwäche, sondern ein Warnsignal:

Ein Mensch hat zu lange funktioniert, ohne genährt zu werden.

Die Lösung liegt nicht im „Mehr leisten“, sondern im Innehalten, Abgrenzen und Wiederfinden von Sinn und Resonanz.

Burnout: Wenn Stress krank macht I ARD Gesund

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Burnout mit Ende 20: Wenn die einfachsten Dinge plötzlich unmöglich werden | Hard Life | WDR Doku

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Weiterführende links:

Burnout-Institut Norddeutschland (Bind)

Burnout - Landwirt Georg erzählt seine Geschichte | WDR Lokalzeit Land.Schafft.

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